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Dr. Eisermann ist weltweit ein anerkannter Spezialist auf seinem Gebiet - und ein gebürtiger Deutscher, der nun schon seit über 13 Jahren Miami seine Heimat nennt. Der Gründer und medizinische Direktor des "South Florida Institute for Reproductive Medicine", des Instituts für Fortpflanzungsmedizin zählt zu den weltweit führenden Endokrinologen, das heisst, er spezialisiert sich auf Unfruchtbarkeit und die Behandlung derselbigen.
Die Nachfrage ist enorm. Allein in seinem Insitut erhält Dr. Eisermann nach eigener Schätzung wöchentlich 15 neue Patienten auf der Suche nach einer Behandlung, die, oft nach vielen missratenen Versuchen, endlich Erfolg bringen sollen auf der Suche nach dem Elternglück.
Die Wissenschaft verspricht neue Hoffnung: zwischen In-Vitro Befruchtung, Eierspendung, Mikrochirurgie, und anderen Methoden gibt es ständig Neuentwicklungen und Verbesserungen. Dr. Eisermann betont, "die Wissenchaft entwickelt sich stets weiter. Stillstand gibt es nie." Die neueste Entwicklung wird exklusiv in Miami in Dr. Eisermanns Institut angeboten: ein Fruchtbarkeitstest, genannt "PlanAhead", der mit grosser Akkuranz die Fruchtbarkeit einer Frau anhand der Eierzahl und Hormonmessungen ausrechnet. Somit kann man schon als junge Frau planen, wann die ideale Zeit ist, eine Familie zu starten. Seitdem das erste Retortenbaby vor mehr als einem Jahrzehnt geboren wurde, entwickelte sich Unfruchtbarkeitsmedizin in ein Geschäft, das jährlich über 2 Milliarden Dollar generiert. Der Markt ist riesig: Die amerikanische Gesellschaft für Fortpflanzungsmedizin (ASRM) in Birmingham, Ala. sagte Unfruchtbarkeit betrifft 5.3 Millionen Amerikaner oder etwa 10 Prozent der Bevölkerung im fortpflanzungsfähigen Alter. Jedes sechste Paar sucht medizinische Unterstützung. Und an der Speerspitze der Bewegung steht Dr. Eisermann, der an der Uni München studierte und mit seiner Frau, ebenfalls Ärztin, nach dem Studium den Sprung über den grossen Teich wagte. Warum ausgerechnet Florida? "Ein heisses Pflaster", scherzt er, "aber irgendjemand muss es ja wohl tun." An Deutschland erinnert er sich als eine fortschrittliche Gesellschaft, in der Krankenversicherung garantiert ist - so wie in wohl dem Grossteil der europäischen Staaten.
Im Gegensatz hierzu, die USA - Krankenversicherung ist hier ein Privileg. Für die meisten Angestellten, vorallem in Mittelstandsunternehmen, handelt es sich kaum um eine garantierte Sicherheit - und selbst wenn, so sind die Deckungen recht unterschiedlich zu dem, was man aus Deutschland gewöhnt ist. Dies bringt Ihn zu seinem Punkt: die komplizierten In-Vitro Befurchtungen, die er hier durchführt , haben Ihren Preis - und die Kunden müssen hier in USA alles aus eigener Tasche zahlen. Da kann es sich bei komplizierten Fällen durchaus um mehrere 10.000 Dollar handeln. Insofern fühlt er sich verpflichtet, seinen Patienten, den zahlenden Kunden, auch dementsprechend Leistung zu liefern.
Wie hoch die Erfolgsrate in seinem Institut ist? "Ganze 48% Schwangerschaftsrate", freut sich Dr. Eisermann. Hier handelt es sich oft um Fälle, die sonst alle Hoffnung aufgegeben hatten. Dies sind im Übrigen Prozentsätze, von denen Patienten in Deutschland nur träumen können - die Regulierungen sind strenger, und damit gibt es auch demenstprechend weniger Erfolge.
Dr. Eisermann summiert mit dem folgenden nachdenklichen Satz: "Vielleicht können Sie in Deutschland von diesen hohen Erfolgsraten nur träumen - wir in Amerika träumen weiterhin von bezahlbarer Krankenversicherung für die ganze Gesellschaft."
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